Markus Hodler - Werkschau 1991 - 1999

Faszination des Dreiecks und der Symbole

 

Mit einem Abstand von mittlerweile rund 25 Jahren zeige ich in einer Werkschau eigene Arbeiten die zwischen 1991 und 1999 entstanden sind und in diesem Umfang noch nie ausgestellt wurden. Es sind Motivthemen, die mich schon als Teenager beschäftigten und ab Mitte der 1980er Jahre in ersten Versuchen ihren Ausdruck fanden. Themen rund um das menschliche Dasein, Sinnsuche, Erforschen von kausalen Zusammenhängen werden spontan mittels Farben und Formen auf Leinwand oder Papier übertragen. Dabei spielt das Dreieck oftmals eine zentrale Rolle. Bekanntlich galt dies im Altertum als Symbol des Lichts. Mit der Spitze nach oben ist es bei vielen Völkern Symbol des Feuers und der männlichen Zeugungskraft, mit der Spitze nach unten ein Symbol des Wassers und des weiblichen Geschlechts. Es bedeutet bekanntlich, die Dreieinigkeit von Geist, Seele und Körper, von Geburt, Leben und Tod sowie von Mann, Frau und Kind. Der Malprozesses ist ein Versuch die Anerkennung von System, Gradlinigkeit und Chaos zu belegen. Ich bediene mich der Symbolsprache, weil diese mir am reinsten im Ausdruck erscheint. Träume, Visionen, Ängste, Freuden und Lust werden durch das visuelle Gedächtnis gefiltert.

 

 

 

Markus Hodler geboren 1961 in Münsingen BE. Lehre als Buchbinder handwerklicher Richtung. Weiterbildung im Centro del bel Libro in Ascona. Autodidakt. Ausstellungen u. a. in Bern, Zürich und Thun.

 


50 Jahre Galerie Hodler